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Fragen die uns Patienten oft stellen


Vor einer Operation tauchen plötzlich ganz viele Fragen auf. Kompetente Antworten helfen mit, die Situation des Patienten vor einem Eingriff zu entspannen.
Deshalb haben wir für Sie zahlreiche Fragen, die häufig gestellt werden, zusammengestellt.
Sollten trotzdem noch Fragen offen bleiben, scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen!


Hier eine häufigsten Fragen und die Antworten:

 

Mein Gedächtnis hat jetzt schon Lücken, wird das nach der Narkose noch schlimmer?
Das Kurzzeitgedächtnis kann nach einer Narkose für ein paar Stunden oder Tage etwas beeinträchtigt sein. Wissenschaftlich konnte der Nachweis nicht erbracht werden, dass Narkosen längere Ausfälle oder Störungen des Langzeitgedächtnisses nach sich ziehen.


Was passiert, wenn ich während der Operation plötzlich aus der Narkose erwache?
Bei den heutigen Anästhesiemethoden kann ein vollständiges Erwachen oder das plötzliche Empfinden von Schmerzen ausgeschlossen werden. Wenn eine Patientin oder ein Patient während der Operation sogenannt erwacht – was sehr selten vorkommt – beschränkt es sich auf das Hören von Geräuschen und Stimmen während der Operation.


Kann eine Narkose tödlich sein?
Das Risiko, dass eine Narkose tödlich endet, hat in den letzten Jahren drastisch abgenommen; die Chance aus einer Narkose nicht mehr zu erwachen, liegt im Moment bei weniger als 1:250'000. Das Risiko im Strassenverkehr sein Leben lassen zu müssen, liegt da rund 20 Mal höher.


Weshalb ist das Essen und Trinken vor einer Narkose untersagt?
Eine Narkose schaltet neben dem Bewusstsein auch die Husten- und Schluckreflexe aus. Dies kann bewirken, dass beim Erbrechen während der Narkose Mageninhalt in die Lunge gerät. Um diese Gefahr auszuschalten, ist Essen und Trinken vor einer Narkose untersagt.

 

Stimmt es, dass nach einer Narkose eine grosse Übelkeit aufkommt?
Die heutigen, in der Anästhesie verwendeten Medikamente führen nur in wenigen Fällen zu Übelkeit oder Erbrechen. Sollte dies jedoch der Fall sein, gibt es Medikamente, um das Erbrechen zu unterbinden. Meistens sind Menschen betroffen, die sonst im Leben unter Reisekrankheit oder Neigung zu Erbrechen leiden.


Kann ich mich mit einer Grippe trotzdem operieren lassen?
Bei einer Erkältung ist das Immunsystem geschwächt und das Risiko erhöht, nach der Operation zum Beispiel an einer Lungenentzündung zu erkranken. Deshalb empfehlen wir, bei Grippe oder Erkältungen den Operationstermin zu verschieben. Dringliche Notfalloperationen müssen jedoch trotzdem durchgeführt werden.


Muss man sich bei einer Regionalanästhesie die ganzen Geräusche und Gespräche während der Operation mit anhören?
Nein. Wer es wünscht, kann seine Operation verschlafen. Über die Infusion wird ein Medikament verabreicht, die die Patientin oder den Patienten in einen schlafähnlichen Zustand versetzt. Falls nötig kann er oder sie geweckt werden. Sie können sich aber auch entscheiden während der Operation Musik zu hören, sodass die Operationsgeräusche nicht wahrgenommen werden.


Welche Narkose ist empfehlenswert?
Es soll nach Absprache mit dem Narkosearzt die Anästhesieform gewählt werden, die für den Eingriff nötig ist. Zum Beispiel für Operationen an Beinen, Gesäß oder gewisse Bauchoperationen reicht eine Regionalanästhesie vollkommen aus. Eine Regionalanästhesie hat den Vorteil, dass das Bewusstsein nicht ausgeschaltet wird und Übelkeit nach dem Eingriff seltener auftritt.


Kann ich trotz Schmerztherapie bei der Geburt Wehen haben, sie spüren und so auch aktiv mithelfen?
Wird die Schmerztherapie bei einer Geburt angewendet, vermindert sie lediglich den Wehenschmerz, die Wehentätigkeit selbst bleibt erhalten.


Ich habe Angst, weil ich gehört habe, dass man nach einer Regionalanästhesie querschnittgelähmt sein kann?
Im Prinzip wäre es möglich, allerdings nur, wenn ganz besonders aggressive Medikamente verwendet werden, oder andere schwerwiegende Gesundheitsrisiken vorliegen. Dies wäre zum Beispiel bei einer abnormalen Blutungstendenz der Fall. Solche Zwischenfälle sind jedoch ausserordentlich selten.